Auf unbekannten Routen den Lappland-Winter erleben - mit teils urigen Gasthof-Unterkünften
Individuelle Selbstfahrerreise mit Mietwagen ab/bis Ivalo
Bei dieser Reise erkunden Sie mit einem winterfesten Mietwagen Lappland abseits großer Wintersportzentren und Tourismusregionen und auf weniger befahrenen Reiserouten. Unberührte Landschaften und dünn besiedelte Regionen vermitteln Ihnen dabei einen authentischen Eindruck dieser spannenden Region nördlich des Polarkreises. Die Menschen, die hier im hohen Norden wohnen, sind von Kälte und langen Wintern, Abgeschiedenheit und einer faszinierenden Natur geprägt. Orte mit mehrheitlich samischer Bevölkerung, Rentiere, weite eisige Tundraebenen und die Polarnachtdämmerung mit vielleicht sogar Nordlichtern am Firmament begegnen Ihnen auf Ihrer Reise, die sich besonders für Entdecker eignet - und für Besucher, die besonderen Wert darauf legen, Lappland von einer sehr ursprünglichen Seiten zu erleben.
Wir haben für diese Reise neben einigen landschaftlich außergewöhnlichen Nebenstrecken und touristisch noch wenigrt erschlossenen Orten auch Hotels gewählt, die einen ursprünglicheren Lappland-Charakter tragen. Natürlich berührt die Route auch Orte, die etwas mehr Infrastruktur bieten und die typischen Winterurlaubsaktivitäten ermöglichen. Sie müssen insofern auf keines der klassischen Wintererlebnisse verzichten, wie z.B. Hundeschlittentouren oder Motorschlittensafaris. Schwerpunkt und Charakter der Reise liegen jedoch verstärkt auf einem authentischen Lappland-Erlebnis abseits der Tourismuszentren.
Fjäll-Gebirge in Lappland
Einige Strecken führen durch weite und flache Landschaften mit Wäldern, Flüssen, zugefrorenen Seen und Moorgebieten. Dann wieder tauchen die lapplandtypischen Fjälls auf, die als Nationalparkgebiete unter besonderem Schutz stehen: Der Lemmenjoki-Nationalpark, der Pallas-Yllästunturi-Nationalpark und der UKK-Nationalpark werden bei der Reise berührt. Und von Kiruna aus können Sie die Fjälls des nordschwedischen Hochgebirges besuchen - in Abisko oder Nikkaloukta. In dieser Region liegen einige der wildesten Naturgebiete Europas.
Polare Lichtimpressionen und Nordlichter
Eine Winter-Rundreise durch die nördlichsten Regionen Europas ist ein überaus exotisches Erlebnis: Weit nördlich des Polarkreises erlebt man das für Polarregionen typische Dämmerlicht der Polarnachtzeit. Je nach Reisezeitpunkt und Ort ist die Sonne tagsüber gar nicht oder nur für kurze Zeit über dem Horizont. Dunkel ist es dann aber dennoch nicht: Für mehrere Stunden am Tag ist das Tageslicht von den faszinierenden Lichtspielen der Dämmerlichtphasen und den Lichtstimmungen bei Sonnenauf- und -untergang geprägt. Diese tauchen die schneebedeckte Landschaft auf faszinierende Weise in farbige Pastelltöne. Im Laufe des Januars kommt die Sonne zurück. Im Spätwinter werden die Tage dann schnell länger und die Schneelandschaften sind wieder vom Licht der höherstehenden Sonne geflutet.
Auch nachts sorgt das vom Schnee reflektierte Restlicht für eine nahezu mystische Atmosphäre, in der man oft kilometerweit sehen kann. Dann kann man - wolkenfreier Himmel oder zumindest nur aufgelockerte Bewölkung vorausgesetzt - in den Nächten von September bis März oft die faszinierenden Nordlichter sehen, neben einem umwerfenden Sternenmeer. Die Chance, Nordlichter zu sehen ist natürlich dann höher, wenn die Nächte länger sind.
Nordlichtjagd mit dem Mietwagen
Mit einem Mietwagen hat man während der Reise die Möglichkeit, in der Dunkelheit individuell auf Nordlichtjagd zu gehen. Steuern Sie dazu eine geeignete Stelle an - möglichst abseits von Straße und Lichtquellen gelegen - und halten Sie dort nach Nordlichtern Ausschau. Eine Nordlicht-App und aktuelle Wetter- bzw. Bewölkungsinfos helfen mit Prognosen bei der Vorbereitung und Planung. Geeignete Beobachtungspunkte in der Nähe der Unterkunft sollte man sinnvoller vorab bei Tageslicht auskundschaften. Oft erhält man auch im Hotel Empfehlungen zu guten Beobachtungsspots in der Umgebung. Mit den Reiseunterlagen erhalten Sie von uns einige Tipps für die individuelle Nordlichtsuche.
Reiseverlauf Mietwagenreise - 8 Tage / 7 Nächte:
1. Tag: Anreise nach Ivalo. Ivalo-Inari - 50 km
Fluganreise und Ankunft am Flughafen in Ivalo. Direkt am Flughafen übernehmen Sie Ihren winterfesten Mietwagen. Eine erste Fahretappe bringt Sie in den nördlichsten Ort in Finnland, nach Inari. Weiter nördlich liegen nur noch kleine Siedlungen. Die Straße nach Inari führt durch eine schöne Landschaft am legendären Inari-See entlang, dessen endlose Eisflächen von unzähligen Inseln unterbrochen wird. 1x Hotelübernachtung in Inari in einem familiären Traditionshotel.
2. Tag: Inari-Hetta auf Nebenstrecken - 275-325 km
Auf einer wenig befahrenen Nebenstrecke durchqueren Sie heute Regionen, die zu den am dünnsten besiedelten Gebieten ganz Europas zählen. Hier sind es schnell mal 100 km bis zur nächsten kleinen Siedlung. Sie haben die Wahl zwischen der Straße von Inari nach Levi, mit knapp 200 km ohne nennenswerte Siedlungen, oder einer etwas längeren Route durch die norwegische Region Finnmark. Wenn Sie über Levi fahren, stellt neben der Lemmenjoki-Region auch die letzte Etappe an der Ostseite des Pallas-Yllästunturi Nationalpark-Höhenzuges entlang ein besonders schönes Landschaftserlebnis dar. Außerdem kommen Sie in den kleinen Ort Pokka, der mit -51,5°C (erreicht im Jahr 1999) den finnischen Kälterekord hält. Bei der Route durch Norwegen erleben Sie die dortigen Sami-Ortschaften Karasjok und Kautokeino, sowie die von Rentierzucht und traditioneller Kultur geprägten Tundra-Hochebene der Finnmarksvidda. Der Ort Hetta, das Ziel Ihrer Etappe, ist ebenfalls ein Sami-Ort mit schöner Lage am See. 2x Hotelübernachtung in Hetta. Auch das Hotel hier geht auf einen samischen Gasthof zurück und bietet einen engen lokalen Bezug.
3. Tag: Tag in Hetta - 200 km
Vielleicht möchten Sie heute - je nach Routenwahl am Vortag - das Nationalparkgebiet des Pallastunturi umrunden oder einen Ausflug ins norwegische Kautokeino unternehmen - eine bekannte Silberschmiede dort fertigt samisch inspirierten Schmuck. Oder genießen Sie die Natur rund um den Ort Hetta - vielleicht auf Skiern oder Schneeschuhen? Natürlich gibt es auch die Möglichkeit für Motorschlittentouren oder Husky-Safaris.
4. Tag: Hetta-Kiruna - 250 km
Zunächst folgen Sie dem finnisch-schwedischen Grenzfluss bis Karesuando. Wenn Sie gerne unterwegs sind, bietet sich - vor allem bei gutem Wetter - auch ein Abstecher nach Kilpisjärvi an, dem nordwestlichsten Ort Finnlands im Hochgebirge (zusätzlich 230 km). Durch waldreiche Lappland-Landschaften geht es von Karesuando nach Vitangi, Svappavaara und Kiruna, die bekannte nordschwedische Eisenerzstadt. Gegenüber anderen Orten auf der Route wirkt Kiruna fast wie eine Großstadt und wird von der mächtigen Erzgrube dominiert - derzeit wird die gesamte Innenstadt verlegt um Platz für den weiteren Erzabbau zu schaffen - auch das ist Lappland. Im Sommer 2025 erfolgte der spektakuläre Umzug der großen Holzkirche. 2x Hotelübernachtung in Kiruna.
5. Tag: Tag in Kiruna, Ausflug Abisko bzw. Kebnekaise - 140-200 km
Von Kiruna aus können Sie einen Ausflug in die Kebnekaise-Region unternehmen - mit Schwedens höchsten Gipfeln. Oder nach Abisko am großartigen Torneträsk-See fahren. Beide Ziele liegen in den markanten nordschwedischen Fjäll-Gebirgen und bieten ein unvergessliches Bergpanorama mit verschneiten Bergen und zugefrorenen Seen. Ein besonderes Erlebnis ganz in der Nähe von Kiruna ist das weltbekannte ICE-Hotel in der kleinen Ortschaft Jukkasjärvi. Das einzigartige Gebäude aus Schnee und Eis mit vielen kunstvoll gestalteten Eisskulpturen und Themen-Zimmern ist zwischen Anfang Dezember und Anfang April geöffnet und kann gegen eine Eintrittsgebühr auch von Tagesgästen bewundert werden. Und wer sich für Bergbau interessiert kann bei der Touristinformation im neuen Stadtzentrum eine Tour in das Besucherzentrum des Bergwerks unter Tage besuchen - ein Besuch in einem aktiven Bergwerk.
6. Tag: Kiruna-Jeris - 300 km
Auf dem Weg zurück nach Finnland folgen Sie ab Vittangi dem zugefrorenen Torneälven-Fluss. An den Ufern sieht man immer wieder kleine Siedlungen in der sonst waldreichen und dünn besiedelten Region. Mit Pajala und Kolari werden zwei wichtige Lappland-Siedlungen passiert. Auf finnischer Seite der Grenze verläuft die Route dann durch das Gebiet des hochaufragenden Ylläsfjälls. Nutzen Sie zwischen Ylläsjärvi und Akäslompolo die Panoramastraße hoch an der Bergflanke des Berges um den weiten Blick zu genießen. Etwas nördlich davon wartet am Jeris-See das nach Meinung vieler Gäste schönste Bergpanorama Finnlands. 1x Hotelübernachtung am Jeris-See. Das vorgesehene Hotel bietet eine Sauna- und Badeanlage direkt am Ufer mit Gelegenheit für das typisch finnische Eisbaden - dazu wird ein Schwimmbereich im See den Winter über eisfrei gehalten - ein wahrhaft polares Badeerlebnis.
7. Tag: Jeris-Kiilopää - 300 km
Über Kittilä und Sodankylä geht es wieder in Richtung Norden. Das Ziel der letzten Fahretappe ist ein Berghotel am UKK-Nationalpark - es liegt ruhig am Rande der Wintersportregion von Saariselkä - dort sind nochmal Möglichkeiten für Wintersport oder Wintererlebnisse gegeben. Vom am Berghang nahe der Baumgrenze gelegenen Hotel hat man einen schönen Blick auf die endlosen Weiten der winterlichen Tundra-Landschaft. 1x Hotelübernachtung.
8. Tag: Fahrt zum Flughafen. Rückreise - 50 km
Die Letzte Fahretappe führt Sie durch das Berggebiet von Saariselkä bis nach Ivalo. Eventuell können Sie noch die Straße zum Gipfel des Berges Kaunispää hochfahren um einen letzten Abschiedsblick auf das großartige Lappland-Panorama zu genießen. Rückgabe des Mietwagens am Flughafen und Rückflug.

Gesamtfahrstrecke: ab ca. 1.650 km (ab/bis Ivalo)
Fahr-Höhepunkte Ihrer Reise: Die Fahretappen der Reise führen Sie durch die faszinierenden Tundra- und Fjälllandschaften Lapplands. Besondere Höhepunkte sind die Strecken entlang dem Inari-See, dem Lemmenjoki Nationalpark und zwischen Hetta und Kiruna, außerdem das Gebiet um den Pallas-Yllästunturi-Nationalpark und auf dem Rückweg nach Ivalo. Besondere Landschaftseindrücke warten auch, falls Tagesausflüge nach Kautokeino in Norwegen oder Abisko im schwedischen Hochgebirge besucht werden.
Reisegestaltung mit Zusatznächten: Um die Reise entspannter zu gestalten und zusätzliche Urlaubstage an ausgewählten Etappenzielen zu gewinnen, können bei der Planung Zusatznächte ergänzt werden. So kann die Reise mit weiteren Erlebnissen versehen werden, z.B. für besondere Winteraktivitäten, wie z.B. eine Husky-Safari, eine Motorschlittentour, ein Besuch bei Rentieren oder einfach zum Genießen und Erkunden vor Ort. Sinnvoll ist dabei, Zusatznächte an den Übernachtungsorten der Reise einzufügen und dadurch Zusatztage ohne Hotelwechsel zu haben. Für Zusatznächte bieten sich bei dieser Reise alle besuchten Orte an.
Eine Mietwagen-Rundreise im Winter: Sie sind bei dieser Reise mit einem für Winterrundreisen ausgestatteten Mietwagen unterwegs. Ihr Fahrzeug verfügt z.B. über Spike-Reifen oder spezielle Winterreisen. Damit ist das Fahren kein Problem - zumal die Straßen im hohen Norden durch einen hervorragenden Winter-Straßendienst geräumt werden und Sie überwiegend auf den Hauptverkehrsrouten unterwegs sind. Vorteilhaft ist auch das meist geringe Verkehrsaufkommen. Gleichwohl können immer extreme Winter- und Straßensituationen eintreten - eine umsichtige Fahrweise ist unabdingbar und Winterfahrpraxis anzuraten. Auch bei guten Verkehrsbedingungen sind die Straßen meist mit einer festen Schneedecke oder Eisplatten bedeckt, außerdem kann es Neuschnee oder leichte Verwehungen geben. Exponierte Straßenabschnitte und Nebenstrecken können je nach Wettersituation allerdings durchaus auch herausfordernd sein. Zur Vorbereitung erhalten Sie unser Infoblatt mit hilfreichen Hinweisen und Tipps. Dann können Sie Ihr Winterfahrerlebnis inklusive der Prise Abenteuer, die darin steckt, unbeschwert genießen.
Leistungen:
Anreise / Rückreise: Anreise individuell nach Ivalo und zurück. Die An- und Rückreise ist nicht inklusive, gerne buchen wir Ihnen passende Flüge zu aktuell verfügbaren Tarifen. Flüge, die im Rahmen der Reisebuchung über uns gebucht werden, sind automatisch Teil des Pauschalreise-Reisepakets.
Reisetermine 2026-27 / Beste Reisezeit: Die Reise ist als Winterreise zwischen November und April möglich. Grundsätzlich kann die Route auch als Sommerreise geplant werden.
Reiseanfrage und Buchung: Bitte senden Sie uns bei Interesse an dieser Reise über die Funktion „Reise anfragen“ (s.u.) Ihre Anfrage zu. Sie erhalten daraufhin unverbindlich ein individuelles, buchbares Angebot für Ihren Wunschtermin. Aufgrund variabler Preise bei Hotels, Partnern vor Ort etc. kann der konkrete Angebotspreis von den hier aufgeführten Preisangaben abweichen. Eine Buchung der Reise erfolgt erst nach Ihrer expliziten Angebotsannahme/Buchung. Unverbindliche Vorabreservierungen sind in der Regel nicht möglich.
Prognose Reisepreis 2026-27 pro Person in EUR:
| ab / bis Ivalo | 8-Tage-Reise |
|---|---|
| pro Person im DZ, ab* | 1.189.- |
| EZ-Zuschlag (7x Einzelzimmer), ab* | 420,- |
|
Auf Anfrage: Zusatznächte, Familien-/Kinderpreise, Kleingruppen, erwachsene Zusatzperson im DZ, Termine in der Nebensaison * die aufgeführten Preise sind Ab-Preise. Dynamische Preissysteme der Hotels können z.B. bei hoher Nachfrage oder kurzfristiger Reiseplanung zu einem höheren Reisepreis führen |
| Extras, Optionen und Aufschläge | Preise € |
|---|---|
| 1x Übernachtung in einem Eishotel während der Rundreise | auf Anfrage |
| Zuschlag Mietwagen für Alleinreisende (PKW mit nur 1 Person) | auf Anfrage |
| Aktivitäten/Wintererlebnisse | Preise € |
|---|---|
| möglich z.B. in Inari, Hetta, Kiruna, Jeris, Kiilopää | auf Anfrage |

Hotels:
Reisen mit eigenem PKW oder Mietwagen:
Reisegestaltung unterwegs:
Ideen und Kombinationsmöglichkeiten für diese Reise:
Bildnachweise: Top-Nord GmbH